Archive for November 2009

9. Reisebericht: Kuala Lumpur – erste Destination in Südostasien

November 27, 2009

von Thomas

Mit tosendem Applaus landen wir am Abend des 10.09.2009 in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias. Trotz später Stunde fühlen wir die feuchte Hitze, die uns auch in den kommenden vier Monaten begleiten wird. Ein Teksi, wie man hier sagt, bringt uns zu unserem Hotel im Bankenviertel und wir staunen wie lange die Fahrt ins Zentrum dauert, zumal Kuala Lumpur (KL) mit 1,5 Millionen Einwohnern eher zu den kleineren Grossstädten zählt. Das Hotel und Zimmer sind ganz ok; wir wohnen im neunten Stock und geniessen einen phantastischen Ausblick auf den KL Fernsehturm und sehen, leicht versteckt, sogar die Petronas Towers! Leider scheint aber die Kanalisation direkt durch unser Badezimmer zu fliessen, was uns zwar stört, doch da wir uns auf eine kurze Nachterkundungstour machen wollen, ist der Geruch erst mal vergessen. Nach ein paar Runden in unserem Quartier landen wir in einem dunklen, aber sehr lauten Club mit Live-Gesang. Erneut zählen wir kaum andere Gäste und so können wir die Darbietungen der chinesischen Sängerinnen und Sänger ganz exklusiv geniessen. Ich weiss nicht ob es an uns liegt, dass die Band vermehrt englische Titel auswählt, doch da sich das Englisch der Künstler kaum vom Chinesischen unterscheiden lässt, spielt es für uns eigentlich keine Rolle. Obschon wir die Show recht amüsant finden, verabschieden wir uns schon bald, denn nach zwei Nächten im Flugzeug sehnen wir uns endlich nach einem Bett.

Aussicht aus dem Hotelzimmer auf den Kuala Lumpur Fernsehturm

Ausgeruht und voller Tatendrang ziehen wir am nächsten Tag durch die Stadt. In Little India ist noch nicht so viel los, doch Chinatown ist schon deutlich belebter. Es ist immer wieder interessant zu sehen, was an diesen Märkten angeboten und schliesslich auch verkauft wird. Chinatowns bieten einfach immer die grösste Ansammlung an völlig unbrauchbaren Dingen. Kaufen tut man sie aber trotzdem! Gekocht wird hier wohl auch ohne Unterbruch und der Duft-Mix, der in der Luft liegt, ist nicht immer angenehm. Fischkopfsuppen, Räucherstäbchen, Parfümimitationen, Kanalgerüche, Stinkfrüchte (Durian) und kleine Müllansammlungen sind, insbesondere in Kombination, für jede Nase eine echte Herausforderung. Trotzdem machen die Chinatowns Spass, denn sie sind lebendig, farbenfroh und man verlässt sie voller Eindrücke!

Am Merdeka Square im kolonialen Viertel
Im kolonialen Viertel, das wir im Anschluss besuchen, geht es deutlich ruhiger zu und her. Das Zentrum dieses Viertels ist der Merdeka Square, an welchem auch an die 1957 ausgerufene Unabhängigkeit des Landes erinnert wird. Gleich nebenan steht die Moschee „Masjid Janek“, die wir leider nicht von innen besichtigen können, da wir gerade zur Gebetszeit kommen. Wir machen einen Abstecher zum Central Market und entscheiden uns hier nach einigem Abwägen für eine Fisch-Fuss-Massage: In einem kleinen Becken schwimmen Hunderte von Fischen, die es kaum erwarten können, dass jemand seine Füsse baden geht. Sofort schwimmen sie herbei und saugen einem alle Unreinheiten von den Füssen. Für mich ist es eine schreckliche Qual, denn ich platze fast vor Lachen und schaffe es erst nach einigen Minuten, einigermassen ruhig dazusitzen.

Unvergessliche Fisch-Fuss-Massage

Am späteren Nachmittag geht es zu den Petronas Towers. Die Zwillingstürme sind mit ihren 452 Metern wirklich gewaltig und wirken viel robuster als etwa der Burj Dubai. Kuala Lumpur ist eine beeindruckende und sehr abwechslungsreiche Stadt. Hochmodern mit vorbildlicher Infrastruktur auf der einen, doch trotzdem auch sehr lebendig und ursprünglich auf der anderen Seite. Chinesische und indische Tempel stehen neben Moscheen und Kirchen und irgendwie scheint es hier einfach möglich zu sein, dass verschiedene Kulturen friedlich und harmonisch mit- und nebeneinander leben können. Die Menschen sind zudem unglaublich freundlich und zuvorkommend und man fühlt sich als Besucher richtig willkommen. Nicht nur im Hotel, sondern auch von Taxifahrern, Sicherheitsbeamten oder gar Passanten auf der Strasse kriegt man schnell einmal zu hören: Welcome to Malaysia!

Golden Triangle - zentrales Geschäfts-, Einkaufs- und Unterhaltungsviertel

Um zusätzliche Inputs für die Weiterreise zu sammeln, besuchen wir am nächsten Tag die Tourismus-Zentrale, die ausgezeichnet ausgestattet ist. Wir beschliessen, erst nach Singapur und dann der Westküste Malaysias entlang nach Norden zu reisen. Die Traumdestinationen an der Ostküste müssen wir vorerst streichen, da dort der Monsun zurzeit zu stark wütet. Doch auch in Kuala Lumpur sind wir nicht vor dem Regen gefeit. Blitzartig kann er einsetzen und die Tagespläne durcheinander bringen. Das tut er auch heute, weshalb wir uns erst mal in ein Restaurant setzen, essen und abwarten. Hier werden wir auf Bildschirmen darüber informiert, dass der Mensch einen Liter Speichelflüssigkeit pro Tag produziert. Uns hätte vielmehr interessiert, wie es möglich ist, dass insbesondere Chinesen etwa zwei Liter täglich herausspucken, und zwar immer und überall und teilweise erst noch in beachtlichen Mengen. Mit vielen Fragezeichen im Kopf verlassen wir das Lokal und fahren zum Bahnhof um uns Tickets nach Singapur zu kaufen. Wir beschliessen den angebrochenen Tag mit Organisieren zu verbringen, da erneut starker Regen einsetzt und wir noch einiges zu klären haben. Am Abend gehen wir indisch essen und gönnen uns zum Abschluss eine chinesische Massage, welche zum Zeitpunkt der Behandlung durchaus auch mit Schmerzen, am Ende aber doch mit einem sehr entspannt-wohligen Gefühl verbunden ist!

Ganz anders als bei den Fischen geht es im chinesischen Massage-Studio zu und her...

Am nächsten Tag steht zuerst der Kuala Lumpur Tower auf dem Programm. Der viertgrösste Telekommunikationsturm der Welt bietet in der Regel eine phantastische Aussicht, doch heute ist es leider etwas bewölkt und dunstig. Insgesamt sind wir aber zufrieden und wir besuchen gleich noch den Mini-Zoo, der neben dem Turm steht. Hier sind zumeist schreckliche Tiere ausgestellt, die zumeist unter schrecklichen Bedingungen leben müssen. Die Schlangen, Spinnen und Skorpione gehören wohl zu den furchterregendsten Exponaten. Die hübscheren Papageien werden einem unaufgefordert auf die Schulter gesetzt, was nicht im Sinne jedes Besuchers ist. Die Affen leiden unter epileptischen Anfällen, da trotz Blitzverbots alle Besucher eifrig gutbelichtete Fotos schiessen. Andere Tiere, etwa die Schildkröten und Riesenechsen, benehmen sich teilweise auch etwas merkwürdig und so verlassen wir den Zoo ziemlich bald und zwar mit gemischten Gefühlen.
Mittelmässige Aussicht vom KL Fernsehturm – für die Petronas Towers reicht es aber gerade noch!

Grosse Echse in kleinem Käfig

Als nächstes fahren wir nach Putrajaya, einer künstlich geschaffenen Stadt am Rande Kuala Lumpurs, wo sich die gesamte Administration des Staates befindet. Sie trägt offiziell den Kosenamen „Intelligent Garden City“, doch spontan würde man als Besucher sicherlich andere Kosenamen treffender finden, wie etwa „Scary ghost city of officials in the middle of nowhere“. Der Ort ist sehr sonderbar. An der schnurgeraden Hauptstrasse, die von Nordkoreanern sicherlich sehr bewundert würde, reiht sich ein Ministerium ans nächste. Man findet aber auch eine Riesenmoschee oder diverse Hightech-Gebäude, die aber alle menschenleer aussehen. Von der Metrostation, die ein paar Kilometer ausserhalb des Ortes liegt, gehen wir zu Fuss ins Zentrum, doch wir finden schnell heraus, dass nur mehrspurige Schnellstrassen über die hochmodernen Brücken ins „Zentrum“ zu führen. Auf unserem Weg begegnen wir lediglich Strassen-Unterhaltsarbeitern, die uns alle etwas sonderbar ansehen. Im leblosen Stadtzentrum steigen wir irgendwann in einen Bus und lassen uns einfach etwas herum chauffieren. Erst zurück zur Metro, dann nochmals querfeldein um einen vollständigeren Eindruck zu erhalten, denn Putrajaya ist riesengross. Es gibt aber gar nicht so viel mehr zu sehen. Am Rande des Ortes stehen die Unterkünfte der Beamten; je nach Status des Beamten wohnt man entweder in einem der unzähligen Wohnblocks oder in einem schmucken Einfamilienhaus. Es gibt hier alles: Schulen, Krankenhäuser, Feuerwehr, Polizei, Moscheen, Einkaufszentren und einen künstlichen See. Zudem ist alles sauber. Was will man mehr? Gemeinsam arbeiten, gemeinsam wohnen! Da wächst man doch als Gemeinschaft näher zusammen und hat sicherlich auch selten Ruhestörungen zu beklagen!

Beamtenstadt Putrajaya - hier herrscht noch Ordnung

Erschöpft kommen wir am späten Abend zurück nach Kuala Lumpur, wo wir nach kurzer Fastfood-Verpflegung ziemlich früh ins Bett gehen, denn am nächsten Tag schon steht die Reise nach Singapur an!
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Liebe Leserinnen und Leser

November 21, 2009

Wir haben den ersten Teil unserer Reise leider schon hinter uns. Viele haben uns als Blog-Besucher auf unserer Reise begleitet. Jeden Tag zählen wir im Durchschnitt etwa 15 Besucher, was uns natürlich freut!

Um auf die Bedürfnisse unserer Leser besser eingehen zu können, haben wir eine kurze Umfrage vorbereitet und wir danken jetzt schon für Deine Teilnahme!

Liebe Grüsse

Anita & Thomas

8. Reisebericht: 09.11.09 – Der Tag in London

November 21, 2009

von Thomas

Am 09.11.09 machen wir einen Abstecher nach London. Man kann sich darüber streiten, ob es Sinn macht, von Dubai nach London zu fliegen, um dann von dort zurück nach Asien zu reisen, doch wir haben Einzelflüge gebucht und müssen diesen Umweg in Kauf nehmen.

Schon am frühen Morgen landen wir in London Gatwick und machen uns gleich schon auf nach London Stansted, wo wir den Rest des Tages verbringen müssen, da unser Flug nach Malaysia erst kurz vor Mitternacht ansteht. Der Bustransfer vom einen Flughafen zum anderen dauert etwa drei Stunden und ist nicht ganz billig. Dafür kriegen wir auch noch London Heathrow auf unserem Weg zu sehen!

Wir erwarten nicht viel von diesem Tag, doch wir kontaktieren ein befreundetes Paar, das seit einigen Monaten in London lebt und schlagen ein gemütliches Treffen in Stansted vor. Es gibt nur wenige Paare auf der Welt, die so spontan sind um auf diesen Vorschlag einzugehen. Roman und Caroline sind es aber und sie erscheinen am Nachmittag und nehmen uns gleich noch mit auf eine kleine Spritzfahrt durch die umliegenden Dörfer. Wir suchen aber so schnell wie möglich ein Pub auf, denn wir haben auch noch einiges zu feiern! 1. Romans Geburtstag, 2. 20 Jahre Mauerfall und schliesslich erhalte ich auch noch eine SMS, die mich darüber informiert, dass ich soeben zum fünften Mal Onkel geworden bin. Herzlich willkommen auf der Welt, David Daniel!

Mit Roman und Caroline vor dem Green Man Pub in einem Dorf bei Stansted

Wir erleben also einen kurzweiligen Tag, fliegen aber gerne weiter, denn die Temperaturen passen gar nicht in unser Ferienkonzept. Wir steigen in die AirAsia-Maschine und sind angenehm überrascht, denn der Low-Cost-Carrier, der London und Kuala Lumpur verbindet, bietet viel Beinfreiheit und angenehmen Sitzkomfort, dafür aber weder Essen noch Unterhaltung (bzw. nur gegen Aufpreis). Wir schlafen aber bald schon ein und erwachen erst kurz vor Kuala Lumpur, wo unsere Reise weitergeht…

7. Reisebericht: Oh! Ah! Wow! Wir sind in Dubai!

November 18, 2009

von Thomas

Kurz nach Mitternacht am 5.10.2009 landen wir in Dubai. Fast schade, dass der achtstündige Flug schon vorbei ist, denn bei den „Emirates“ fühlt man sich wirklich pudelwohl. Das Wohlgefühl dauert aber auch nach der Landung an, denn schon bald sind wir in unserem Hotel, welches so ziemlich alles bietet, was man sich für einen angenehmen Aufenthalt wünscht: grosse, komfortable Betten, eine komplett ausgestattete Küche mit Waschmaschine, ein grosszügiges Bad mit Personenwaage und all die kleinen, unverzichtbaren Details wie Bademäntel, Pantoffeln, Haarkämme und Duschhauben. Nach mehr als zwei Monaten „Sendepause“ können wir hier auch wieder einmal deutsches Fernsehen schauen: RTL2, ZDF und ARD. Da wollen wir uns mal nicht beklagen. Verlässt man das Zimmer, kommt man in den Genuss warmer Panflötenmusik (mir wären zwar Harfenklänge lieber gewesen), die uns in den Zustand völliger Entspannung und Zufriedenheit versetzt. Ich glaube, dass sich selbst ein Kind mit ernsthafter Aufmerksamkeitsstörung bei „I will always love you“ von Whitney Houston auf Panflöte zu einem ruhigen, braven und ausgeglichenen Sonnenschein verwandelt.

Wir wohnen zwar nicht im Burj Al Arab aber fast so schön...

Am nächsten Tag wollen wir die „Dubai City Tour“ buchen. Das hilfsbereite Hotelpersonal, das einem jederzeit ein freundliches Lächeln schenkt und alle Wünsche den Augen ablesen kann, organisiert eine Privattour für uns, da es uns für die „offizielle“ Tour nicht mehr reichen würde. Nur zwei Minuten später steht Rafeek vor uns, unser Privatführer für die nächsten vier Stunden. Rafeek ist gepflegt, hat einen sauberen Scheitel, fährt einen strahlend-weissen Lexus mit Ledersitzen, doch obschon alles so herrlich passen würde, taugt er als Chauffeur nicht wirklich viel. Noch weniger taugt er aber als Fremdenführer. Die einzige von sich aus eingebrachte Information in den ersten 30 Minuten war „This is creek“, beim Überqueren des Flusses. Die meisten unserer Fragen hat er entweder ungenügend oder unglaubwürdig beantwortet, manche schien er gar zu überhören, selbst bei mehrfacher Wiederholung. Wir halten beim Dubai Museum, wo wir Einblick erhalten in die Geschichte Dubais und die Traditionen des Landes. Weiter gehr es zur Dubai Shopping Mall, die grösste Mall der Welt, welche gleich neben dem höchsten Gebäude der Welt steht, dem Burj Dubai. Rafeek begleitet uns durch die Mall und wir ringen nach Atem, denn die Dimensionen und die Ausstattung der Mall sind atemberaubend und das von Rafeek vorgegebene Besichtigungstempo erschlagend. Die Fahrt geht weiter zur künstlichen Insel Palm Jumeirah. Rafeeks Qualität als Fremdenführer hat sich unterdessen etwas gebessert, was wahrscheinlich einerseits darauf zurückzuführen ist, dass wir uns gegenseitig an unserer Akzente in der englischen Sprache gewöhnt haben, andererseits haben wir aber auch unsere Erwartungen in Bezug auf die Tour nach unten korrigiert. Wir besuchen das Megahotel Atlantis in welchem Rafeek seine Beziehungen spielen lässt und uns Zugang gewährt zur Lounge, die sonst nur von Hotelgästen besucht werden darf. Er lässt uns dies mindestens drei Mal wissen und wir sind nicht nur von der Lounge, sondern auch von Rafeeks Beziehungsnetz sehr beeindruckt. Wir verlassen die Palmeninsel und Rafeek stoppt beim Burj Al Arab, dem mächtigen Segelschiffhotel, wo wir kurz ein paar Fotos schiessen können. Dann verlautet er: „Now, back hotel!“. Ich bitte ihn, uns wenigstens noch einen Strand zu zeigen und er zeigt sich von der unkomplizierten Seite und meint: „ Ok, beach, then back hotel!“.

Der Burj Dubai ist das höchste Gebäde der Welt!

Zurück in Deira, unserem Stadtteil, besuchen wir noch das nahegelegene Shoppingzentrum, um uns etwas abzukühlen. Wir lieben es, uns in fremden Ländern die Supermärkte anzuschauen. Im Carrefour kommen wir ins Schwärmen und ich summe leise den Werbeslogen vor mich hin: „Avec Carrefour, je positive!“. Hier finden wir alles, was man von zu Hause kennt, aber eben noch Etliches mehr: duftende Gewürze, frischen, exotischen Fisch, libanesischen Frischkäse, arabisches Brot und alkoholfreies Bier mit Fruchtaromen von der Feldschlösschen-Brauerei in Rheinfelden! In der Bücherabteilung finde ich gar den heiligen Koran, der zu meinem Erstaunen von Nicht-Muslimen gar nicht erst berührt werden darf! Wie soll man denn da neue Leserschaft gewinnen?

Am Abend steigen wir in die vor kurzem eröffnete Metro um einfach irgendwohin zu fahren und ein Restaurant zu finden. Wow, was für ein Fahrgefühl! Alles hochmodern, blitzblank, sicher und erst noch begleitet von angenehmem Hintergrundsound. Wir landen in einem indischen Restaurant, wo wir als einzige Gäste, trotz Rugby-Spiels (Indien gegen Australien), die volle Aufmerksamkeit der zahlreichen Kellner erhalten. Hier können wir (endlich) ein Bier bestellen und auf unsere Ankunft anstossen. Serviert wird es vom zweitfreundlichsten Kellner, den wir in unserem ganzen Leben getroffen haben (an erster Stelle rangiert immer noch der junge, knuddelige Mexikaner, der sich ständig verbeugt und lächelnd alles Aufgetischte mit den Worten „es para servirle“ kommentiert hat.). Das Restaurant heisst Bollywood Café und es dauert nicht lange bis wir in den Genuss einer Fast-Privat-Show kommen mit zwei Sängern und etwa 20 Tänzerinnen. Nicht schlecht für den Anfang!

Da wir gerne zu Fuss unterwegs sind, wagen wir es am nächten Tag einfach mal. Nichts schreckt uns ab: Weder die XXL-Strassen, noch die riesigen Baustellen, selbst die Hitze schafft es nicht! Wir wollen es einfach probieren. Doch wir wandern und wandern und kommen doch kaum voran. Wir schwitzen und stöhnen, gelangen aber irgendwann irgendwie doch an eines der anvisierten Ziele: einen Park am Fluss! Der Park ist zwar sehr gepflegt, doch richtig spassig ist es hier nicht. Wir stellen aber fest: Ob in der Schweiz, in Südafrika oder in Dubai, Grillen ist weltweit ein Hit und scheint wesentlich zur Entspannung der Menschen beizutragen. Wer sich also für den Weltfrieden einsetzen möchte (und das tun in der Regel die Schönsten dieser Welt), sollte am besten einfach eine weltweite Friedensgrillade organisieren. Nach dieser Erkenntnis treten wir den Heimweg an und entspannen uns noch ein wenig am Hotelpool.  Am späteren Abend gibt’s dann noch deutsches Fernsehen: „Wetten dass..?“ bis spät in die Nacht hinein!

Lustiges Bild mit lustigem Baum im Creek Side Park

Insgesamt sind wir etwas zwiegespalten in Bezug auf Dubai. Es ist einerseits wirklich die Stadt der Superlative und beeindruckt sicherlich jeden Besucher. Der Burj Dubai mit seinen 818 Metern kann keinen kalt lassen. Auch beim Anblick der Riesenaquarien, die z.B. im Hotel Atlantis oder in der Dubai Shopping Mall zu finden sind, ist man einfach nur überwältigt. Da gibt es Mantas, Haie, ja selbst kleine Wale zu sehen! Vergessen und verflogen ist der Zauber des Vivariums im Basler Zolli im Vergleich zu dieser Unterwasser-Kulisse, die einem hier geboten wird! Und wohlbemerkt: Das Aquarium hier soll lediglich etwas Entspannung vom anstrengenden Shopping bieten. Natürlich zieht es als Attraktion auch Leute an, die dann auch noch etwas einkaufen, doch egal in welche Richtung der Mechanismus spielt, in Dubai dreht sich alles ums Shopping. In Dubai stehen wohl mehr als 40 Shopping Malls und diese werden uns z.B. von unserem Hotelpersonal gar als „Stadtzentrum“ genannt. Alles in Dubai ist mega, alles ist luxuriös, alles ist sauber, doch alles ist auch künstlich. Dubai ist die Stadt der „Ahhs, Ohhs und Wows“, doch so beeindruckend diese Welt auch ist, man kriegt schnell genug davon, denn der Stadt mangelt es an wahrem Leben, an Geschichte und Charme. Wir empfehlen aber durchaus, sich hier mal eine Woche verwöhnen zu lassen, die Sonnenseiten des Lebens zu geniessen und schön einkaufen zu gehen!

Eine der vielen Skylines in Dubai; ständig entstehen aber neue!

Am nächten Tag will ich raus aus der Stadt! Ich habe eine Tour zu den Hatta Mountains gebucht um etwas von der Umgebung kennen zu lernen. Anita bevorzugt es in Dubai zu bleiben und den Fitness-Raum auszukosten (für mich ein weiterer Grund, Dubai zu verlassen). Ich hielt es für einen Scherz, als uns der Führer nach etwa einer Stunde Fahrt um die Pässe bittet. Ich habe nur meine Identitätskarte und eine vom mosambikanischen Notar beglaubigte Passkopie dabei. Wer hätte gedacht, dass wir das Land verlassen und via den Oman reisen würden? Der Führer will es einfach mal mit meiner ID versuchen. Glück gehabt, man winkt uns einfach mal durch. Nur wenige Minuten später folgt aber schon der nächste Halt! Schon wieder die Militärpolizei und die Soldaten mit ihren Maschinengewehren sehen so aus wie die „Bösen“ in amerikanischen Kriegs-Action-Filmen. Oh, nein, wir haben es mit einem ganz Genauen zu tun. Er blättert die Pässe der anderen Tour-Teilnehmer durch und gelangt schliesslich irgendwann zu meiner ID. Ich sehe es schon vor mir: Man wird mich festhalten, ausquetschen und in den Knast sperren bis sich ein Bundesrat für mein Verhalten entschuldigt! Es kommt aber anders. Der Beamte fragt zu meinem Erstaunen: „Is this bank card?“. Da es sich um die zweitdümmste Frage handelt, die mir jemals im Zusammenhang mit meiner ID gestellt wurde, will ich schon fast loslachen (führend ist übrigens immer noch die Angestellte in einem Hotelcasino in Las Vegas, die beim Durchlesen meiner ID fragte: „Are you Canadian?“), doch ich kann mich noch einen Moment lang beherrschen und erkläre ernst, sachlich und verständnisvoll (als würde man mir jedes Mal diese Frage stellen): “Oh, no, this is an identity card.“ Dem Beamten scheint diese Erklärung absolut zu genügen und er winkt uns durch. Auch an den vier weiteren Kontroll- bzw. Grenzposten, die wir bis zur Rückkehr passieren werden, erlebe ich keine Schwierigkeiten, weshalb ich zum Schluss komme, dass die „Bösen“ gar nicht so bös sind, sondern ganz ok!

Ausflug in die Hatta Mountains

 Die Tour-Gruppe besteht übrigens aus einem Deutschen und einem schwedischen Paar in den 60-ern. Es ist interessant, dass wir alle unterschiedliche Vorstellungen haben in Bezug auf Dauer und Preis der Tour, doch bei der Bewertung des Tour-Guides sind wir uns alle ziemlich einig: ziemlich schwach… Insgesamt hat es sich aber trotzdem gelohnt, denn allein schon das Vorbeifahren an den Dünen und den Kamelen ist ziemlich aussergewöhnlich. Bei den Hatta Mountains handelt es sich um ein karges, formschönes Gebirge, in welchem man auf den ersten Blick keine Bademöglichkeiten erwarten würde. Dies erweist sich aber als falsch, denn die Flüsse haben tiefe Gräben in das Gestein geschnitten, wo sich das Wasser auch bei gewaltiger Hitze noch lange halten kann. Trotz pinkelwarmen Wassers war das Schwimmen in den „Wadis“ wirklich märchenhaft!

Zurück in Dubai mache ich mich mit Anita nochmals auf in die Stadt. Am Creek winken wir ein Holzschiffchen herbei und lassen uns dem Fluss entlang herum chauffieren. Wir fahren vorbei an unzähligen spektakulären Riesenbauten und finden die Fahrt äusserst entspannend. Bei den Soaks, den Märkten, steigen wir aus und entdecken das, was uns in Dubai bisher gefehlt hat: Ein Stück „echtes“ Leben! Hier gibt es so etwas wie eine Altstadt mit kleinen Gassen, unzähligen Marktständen und Menschen auf der Strasse; sogar sehr vielen Menschen! Wir spazieren noch lange dem Fluss entlang und kühlen uns ab und zu in den klimatisierten Bushaltestellen ab; für die letzten paar Kilometer steigen wir aber doch noch in ein Taxi.

Flussfahrt auf dem Dubai Creek

Am nächsten Tag müssen wir bereits schon auschecken, doch unser Flug geht erst um Mitternacht. Wir entscheiden uns den Tag in Shopping Centern zu verbringen, da man hier nicht ins Schwitzen kommt und Anita noch Einiges einkaufen möchte. Es ist verrückt, Skihallen und Kunsteisbahnen in diesem Wüstenland anzutreffen, doch sie gehören genau so zu Dubai, wie die Galeries Lafayette zu Paris, wobei man die Galeries natürlich auch in Dubai findet. Mit Einbruch der Dunkelheit beginnen schliesslich die Vorführungen der gewaltigen Wasserfontänen bei der Dubai Mall, doch wie in Show Nr. 2 dargeboten, heisst es auch für uns schon langsam „Time to say goodbye!“. Goodbye, Dubai!

Goodbye Dubai!

Fortsetzung …6. Reisebericht

November 15, 2009

Natürlich auch geschrieben von Anita

Unser weiterer Weg führt im Regen nach Umhlanga, einem Küsten-Ort etwas nördlich von Durban (von dieser Stadt wurde uns abgeraten, sie soll ähnlich gefährlich sein wie Jo’burg). Umhlanga oder Umhlanga Rocks ist ein recht beliebter und schicker Touri-Ort am Indischen Ozean. Die Preise für ein Zimmer sind ungewöhnlich hoch, daher sind wir froh, dass wir bei einem älteren Paar aus Simbabwe ein rosarotes Zimmer mit rosarotem Bad und rosarotem Bett kriegen.

Rosa Badezimmer

Passendes rosarotes Badezimmer in Umhlanga - das Schlafzimmer sieht ähnlich aus

Da das Wetter am nächsten Tag nicht besser ist, profitieren wir vom (gemäss den Einheimischen) zweitgrössten Shoppingcenter der Welt in Umhlanga. Es gibt unzählige Shops, eine 4×4-Strecke, 18 Kinos und etliche andere Unterhaltungsmöglichkeiten. Wir waren damals sehr beeindruckt, ich muss heute aber sagen, dass ich die Grössenangabe in Weltrelationen nach unserem Dubai Aufenthalt etwas anzweifle.
Mit unseren Einkäufen gehen wir zur südafrikanischen Post und beschäftigen einen Angestellten für mindestens 1 Stunde. Wir möchten 4 Päckli in die Schweiz schicken. Der zuvorkommende Beamte unterstützt uns beim Zusammenfalten der Kartonboxen, beim Ausfüllen der Formulare, die Beschriftung der Versandart erfolgt ebenfalls von Hand und auch das Aufkleben der unzähligen Briefmarken pro Paket wird uns freundicherweise abgenommen.
In Port Shepstone (weiter im Süden der Ostküste Südafrikas) finden wir ein tolles Guesthouse mit einer leicht nervösen aber sehr freundlichen Hausherrin und einer riesigen Terrasse, die wir aber leider aufgrund des Wetters kaum nutzen können. Im kleinen Dorf gibt nur ein Internetcafé, welches um 17 Uhr schliess und auch sonst schliessen alle Läden ungewöhnlich früh um 6. Da das Wetter nicht besser wird und wir uns im Guesthouse sehr wohl fühlen, verbringen wir 3 Nächte in Port Shepstone. Das Internetcafé, welches nebenbei auch Biltong, eine afrikanische Trockenfleisch-Spezialität, verkauft, besuchen wir oft. Wer jemals Biltong gerochen hat, kann nun verstehen, weshalb Lebenszeichen übers Internet von mir als Vegetarier in dieser Zeit äusserst spärlich waren…
Wir nutzen die regenfreien Stunden mit Ausflügen in die Umgebung, in den Oribi Gorge Nationalpark mit einer grossen Schlucht, Hängebrücken, Wasserfällen und dem bekannten „Overhangig Rock“.

Overhangig Rock

Es relaxed sich gut auf dem Overhanging Rock im Origi Gorge Nature Reserve

Den Aufenthalt in Port Shepstone schliessen wir schliesslich mit den Film ‚This is it‘ (Michael Jackson-Film) für ca. 7 CHF für beide Tickets ab, wofür es sich allemal gelohnt hat!
Am nächsten wettermässig etwas besseren Tag machen wir einen Abstecher zu den 1000 Hills, einer Region mitten im Zulu-Land, wo die Strassen mit deren traditionellen Rondavel-Behausungen gesäumt sind. Die Bezeichnung 1000 Hills trifft absolut zu, wir passieren etliche Hügel und sehr schöne Landschaften. Die einfachen, charakteristischen Zulu-Hütten können wir in einer Cultural Village, wo es auch beeindruckende Tanz- und Gesangsvorstellungen gibt, von innen anschauen. So einfach die Menschen auch heute noch leben, ihre Geschicklichkeit und ihre Widerstandsfähigkeit ist wirklich imposant. Gerne hätten wir den Tanz und Gesang als Film aufgeschaltet, doch das Format passt leider nicht.

Zulu Rondavel

Traditionelle Rondavel-Behausung der Zulus; Cultural Village 1000 Hills

Zulu Tanz

Bewegungsreiche Zulu Tanzvorstellung im Tal der 1000 Hügel

Am gleichen Ort gibt es auch noch einen Reptilien Park, wo wir Krokodile und widerliche Schlangen mit hochgiftigen Seren betrachten können – ein Vorgeschmack auf Asien?
Am Rande einer Schlucht übernachten wir diese Nacht an einem netten Ort in Kloof. Damit wir richtig müde werden, veranstalten Thomas und ich eine gegenseitige Zulu-Tanz-Performance, auch davon fehlt nun leider der Film an dieser Stelle. Am nächsten Tag weckt uns die Sonne und wir können eine wunderschöne Aussicht geniessen.

Kloof

Unser Ausblick von der Terrasse in Kloof: Kranzkloof Nature Reserve

Wir fahren bei schönem Wetter nach Underberg, ein Ausgangsort für Touren in die südlichen Drakensberge. Bei ‚Khotsa Horse Trails‘ quartieren wir uns in ein geräumiges Rondavel (wie die Zulus aber mit Elektrizität) ein und natürlich nutze ich die Gelegenheit und schwinge mich auf den Rücken der Pferde, bzw. der Basotho Ponies, denn wie es der Name schon sagt handelt es sich hier um ein Gestüt mit ca. 200 Pferden. Die Tiere sind in den Hügeln auf riesigen Flächen verteilt, es scheint keine richtigen Zäune zu geben und ich habe keine Ahnung, wie man da noch eine Kontrolle haben kann.. jedenfalls war die Stunde Reiten ein beeindruckendes Erlebnis: Basotho Ponies kommen aus Lesotho, wo es praktisch nur Stein und Felsen gibt. Sie sind zierlich aber extrem robust mit einer ungeheuren Trittsicherheit. Im zügigen Galopp geht’s den Berg hinauf über Steine und Felsen, ohne dass HP, mein Pferdchen, ein einziges mal gestolpert wäre!

HP und Schnips

Besotho Pony HP und ich vor dem rasanten Ausritt in die südlichen Drakensberge

Der Nachteil meines Reit-Erlebnisses sind die Lesotho-Pferdesättel, die nicht vergleichbar sind mit unseren… das war schmerzvoller als zwei Mountain-Bike Tours in Graskop!
Nach meinem Ritt machen wir einen kurzen Abstecher in die Underberg Cheesery, wo es vorzüglichen Käse mit den unterschiedlichsten Zusätzen an Kräutern und Gewürzen, Home-made für weniger Geld als bei uns der Tilsiter in der Migros – Schweizerkäse hin oder her, Underberg kann voll mithalten!
Am nächsten Tag haben wir eine Tour auf den Sani Pass, die einzige Strasse die von dieser Seite der Drakensberge nach Lesotho führt, gebucht. Um 9 h fahren wir zusammen mit Paaren aus UK und Südafrika den fast 3000m hohen Pass hinauf, der nur für robuste 4×4 Autos oder Basotho Ponies geeignet ist. Das Sani-Pass-Tours Gefährt muss uralt sein (6-stelliger km-Zähler zeigt etwa 200‘000km an, davor sollte man sich aber noch eine 1 vorstellen), hievt sich aber erstaunlicherweise über riesige Gesteinsbrocken und um Haarnadelkurven, man kann da wirklich von „klettern“ reden! Die Aussicht ist genial, die Pass-Strasse zieht sich steil hinauf und liefert spektakuläre Fotos, umgeben von Hügellandschaften in verschiedensten Farben. Oben auf der Passhöhe findet der Grenzübergang nach Lesotho statt. Auch wir Schweizer kriegen den Stempel problemlos in unseren Pass und sind stolz auf den eher seltenen Eintrag. Oben dürfen wir in einer typischen Hütte der Lesothos deren Bier (vergleichbar mit dem Bier im Township bei Cape Town) und Brot kosten. Die Hütten sind ebenfalls rund und wie die Zulu-Hütten sind sie mit keinem Schornstein ausgestattet, was einen sehr charakteristischen Geruch an den Kleidern und Haaren haften lässt. Wir verpflegen uns im höchsten Pub Afrikas und nehmen den Abstieg dann in Angriff. Fast noch steiler kommt es einem vor und wir sind dann auch froh, heil unten angekommen zu sein.

Aussicht vom Sanipass

Geniale Aussicht während unserem Aufstieg auf den Sani Pass

Oben angekommen

Oben angekommen ist es Pflicht, dieses Beweisbild zu schiessen

Sani Runter

Atemberaubend schöne Bilder auch beim Abstieg

Unser vorletzte Südafrika Aufenthalt führt uns nach Bergville, ein kleiner Ort in den nördlichen Drakensbergen. Das bekannte „Amphitheater“ sieht man von unserer Unterkunft aus und die Umgebung ist sehr schön, trotz des eher unfreundlichen Wetters. Wir üben uns im Kurzwandern im Royal Natal Nationalpark, da es für richtige längere Ausflüge wettermässig zu unsicher ist. Man wird immer wieder vor dem Wetter in den Drakensbergen gewarnt, deshalb lassen wir uns nicht auf grosse Abenteuer ein. Auch am nächsten Tag versuchen wir ein auf der Karte eingezeichnetes Ziel zu erreichen, merken aber sehr bald, dass man auch ganz schön nass wird, wenn der Regen aufgehört hat… Da der Pfad mitten durch Gräser und Sträucher führt, sind unsere Schuhe und Hosen bald so durchnässt, dass jeder Schritteine kleinen Tsunami im Schuh auslöst. Deshalb entschliessen wir uns für eine Abkürzung und legen den Rest auf Asphaltstrasse zurück.

In den Drakensbergen

In den nördlichen Drakensbergen

Unsere letzte Nacht verbringen wir in Harrismith, genug nahe bei Johannesburg, dass wir am nächsten Morgen losfahren, Auto beim Flughafen abgeben und in den Flieger nach Dubai steigen können.
Mit dieser Reise ist der erste Teil unserer Halbweltreise endgültig abgeschlossen. Es war wunderschön im südlichen Afrika und wir haben sehr viele neue Eindrücke gewinnen können!

zusammen 2

...Bye Bye, bis in Südostasien

6. Reisebericht: Südafrika vom Krüger NP nach Kwazulu-Natal

November 14, 2009

Geschrieben von Anita

Die Rückreise am Freitag, 16. Oktober von Maputo nach Komatipoort, erste Ortschaft nach der mosambikanischen Grenze in Südafrika, verläuft ohne Zwischenfälle. Die Bushaltestelle ist unkompliziert einfach die Tankstelle im Ort, gut für uns, denn da gibt es endlich wieder unsere Lieblingsgetränke zu kaufen – die haben noch nie so gut geschmeckt wie da! Wir werden pünktlich von Dave, dem Inhaber unserer nächsten Unterkunft, abgeholt. Die Unterkunft liegt direkt am südlichen Ende des Krüger Nationalparks und wir kriegen ein grossräumiges Zimmer. Von der Terrasse des Hauses aus kann man Tiere beobachten, die am nahe gelegenen Crocodile-River ihren Durst stillen.

Aussicht von der Unterkunft Krugerview

Unsere Aussicht von der Terrasse in Komatipoort


Die Temperatur beträgt an diesem Tag ca. 30°C und wir geniessen den eigentlich ganz einfachen aber nach den letzten zwei Wochen sehr vermissten Komfort in der Unterkunft mit Air-Con, Terrasse, kleinem (28°C warmem) Pool, Internet-Zugang und viel Platz. Die Erholung tut gut, auch der Besuch im Superspar, wo Einkaufen soo einfach ist, überwältigt uns fast. Es wird einem bewusst, wie sehr man daran gewöhnt ist, einfach alles verfügbar zu haben und wie abhängig man von gewissen Produkten und Marken ist. Man schätzt die heimischen Annehmlichkeiten wieder sehr viel mehr und erinnert sich an Situationen, wo man sich ärgert und mit Unverständnis reagiert, wenn alle Vollkornbrote mit Sonnenblumenkernen gerade ausgegangen sind und es nur noch Vollkornbrote mit Kürbiskernen im Regal gibt…

Abends lernen wir andere Gäste aus Deutschland, Holland, Slowenien und Südafrika beim gemeinsamen Braai kennen und tauschen interessante Erfahrungen aus. Übrigens gibt es auch Päärlis in unserem Alter, die ein GANZES Jahr in der Welt rumreisen, da hat man in der Tat Grund zum Beneiden 🙂
Am nächsten Tag geht’s früh los, auf dem Programm steht ein Tages-Ausflug in den Krüger Park mit Dave, mit von der Partie sind auch Bianca und Martin aus Deutschland. Um 7.00 Uhr fahren wir die 8 km zur ‚Crocodile Bridge‘, dem südlichsten Eingang zum Krüger Park. Die Temperatur ist sehr viel angenehmer als tags zuvor, es nieselt sogar leicht. Dave ist ein ausgesprochen erfahrener und versierter Tier-Spotter. Er hat zudem ein riesiges Repertoire an Geschichten aus der Welt auf Lager, da er ca. 12 Jahre lang auf Reisen war und dabei so ziemlich jeden Job schon mal ausgeübt hat! Danach war er als Tour-Guide tätig, bis er dann die Unterkunft übernommen hat. Man kann ihm stundenlang zuhören, bei seinen Geschichten und Erlebnissen. Zurück zu unserer Tour: Impalas sind die ersten Tiere, die wir sehen. Sie sind im Krügerpark quasi wie die Springböcke im Etosha Park: man sieht sie überall und immer in grossen Herden unterwegs, am liebsten zusammen mit – wer weiss es noch? – Zebras und Gnus. Impalas sind vor allem an ihrem Hinterteil zu erkennen, wo sich ein schwarzes M wie bei McDonald’s abzeichnet. Für diesen Fast-Food-Riesen werden sie aber wohl zu graziös, zierlich und klein sein, Gottseidank!

Impala M

Ein unverkennbares Impala im Krüger Nationalpark


Impala Kruger

Impala im Krüger Nationalpark, etwas schwieriger zu erkennen


Von Dave lernen wir viele interessante Sachen über die Tiere im Park und er entdeckt sie meist schon aus weiter Ferne. Beispielsweise gibt es im Krüger Park die beide Nashornarten Black Rhino (Spitzmaulnashorn) und White Rhino (Breitmaulnashorn), die wir nun zu unterscheiden wissen (obwohl ich hier sagen muss, dass die deutschen Übersetzer da etwas weiter gedacht haben, denn beide Nashörner sind grau und gross, haben aber unterschiedliche Kopfformen). Zum ersten Mal sehen wir hier denjenigen, der uns zu den Big Five noch fehlt! Wer aufgepasst hat, weiss um wen es sich handelt und für die andern folgendes Foto:
Buffalo Herde

Eine Büffel-Herde im Krüger Nationalpark: unmöglich, die Dimensionen auf ein Foto zu bringen!


Buffalo Kruger

Und so sieht ein Afrikanischer Buffalo aus der Nähe aus


Wir entdecken sogar einen Leoparden, der seine Beute – eine Antilope – auf einen Baum gebracht hat, damit ihm die unten wartenden Hyänen nicht in die Quere kommen. Ein wunderschönes Tier, unbeschreiblich elegant, anmutig und wild!
Leopard Krüger

Leopard beim Verdauungsschlaf - der Rest der Beute befindet sich oben rechts im Baum


Wir haben grosses Glück und sehen wir in der Folge alle Big Five gleich 2x (Elefant, Nashorn, Buffalo, Leopard und Löwe), wenn auch nicht immer aus nächster Nähe. Eine Löwen-Familie mit putzigen „Kätzchen“ zählt neben dem Leoparden im Baum zu den Highlights. Auch die endlosen Herden von Buffalos, die massiven Hippos, welche untätig und träge im Wasser oder auf Sandbanken rumfaulenzen und die Giraffen, die den Autos so nahe kommen, dass man stundenlang in die schönen, von dichten Wimpern umrandeten, schwarzen Augen blicken könnte. Kudus, Krokodilen, Geiern, Pavianen und anderen Affen, Steinböcken, Wasserböcken, Adlern, Perlhühnern, einem Riedbock, Hyänen und einem Eichhorn begegnen wir im Verlauf des Tages mit Daves fachkundiger Unterstützung – es war eine sehr erlebnisreiche Ausfahrt!

Kudu KrugerGiraffe

Elefantr Kruger

Bilder und Eindrücke aus dem Krüger Nationalpark


Der Krüger Nationalpark ist inklusive den herumliegenden nicht-öffentlichen Gebieten ca. 2-mal so gross wie Etosha. Im Vergleich zu Namibia, hat es in Südafrika viel mehr grüne Pflanzen, Bäume, Hügel und Gesteine, so dass es schwieriger ist, die Tiere zu entdecken. Darüber hinaus konnten wir in Namibia immer von Wasserloch zu Wasserloch fahren, während die Tiere im Krüger überall genug Wasser haben und es den Safari-Touristen nicht ganz so einfach machen! Superinteressant sind beide Parks. Wir haben in Namibia mehr Tiere gesehen, die auch näher zu beobachten waren als im Krüger, sehenswert sind zweifellos beide Parks und wir würden sofort wieder hingehen!
Am nächsten Tag versuchen wir uns auch noch im „Nacht-Tier-Spotten“ und nehmen an einer Krüger-Park-Sunset-Tour teil. Wie es nun mal auf diesen Tours ist, hat man keine Garantie, wirklich Tiere zu sehen; wir haben an diesen Abend nicht so viel Glück. Obwohl der sehr erfahrene Guide uns viel über Tiere, deren Exkremente und die darin zu sehenden Unterschiede erzählt, können wir kaum Tiere in Dämmerung und Nacht ausmachen. Dazu muss ich sagen, dass unser „Bakkie“ (oder Pickup) mit ca. 15 Touristen, 2 mobilen Spotlichtern und den Lichtern des Bakkies selber ausgestattet war. Unsere beiden Spotlicht-bediener (ganz normale Tour-Teilnehmer) waren vielleicht zu langsam oder das Auto zu schnell, jedenfalls haben wir nur ein Nashorn, eine Giraffe, Impalas, Hasen und eine Manguste gesehen. Oder sind wir etwa schon zu verwöhnt?

Für unsere weitere Reise bzw. die restlichen 2 Wochen in Südafrika organisieren wir am nächsten Tag einen Mietwagen, den wir mit Dave’s tatkräftiger Unterstützung und über 7 Wege schlussendlich zu einem äusserst vorteilhaften Preis kriegen – wenn das nur gut geht! Vom Unternehmen „Tempest“ hab ich noch nie was gehört und wir verabreden uns mit dem Vermieter frohen Mutes für den nächsten Tag im nahegelegenen Ort Nelspruit, Zentrum der nordöstlichen Provinz Mpumalanga und eines der Austragungsorte der Fussball WM 2010 (damit ich auch mal wieder etwas Schlaues und Wissenswertes geschrieben habe).
Am nächsten Tag werden wir von unseren „Mitbewohnern“ Bianca und Martin freundlicherweise in ihrem Mietauto bis nach Nelspruit mitgenommen – herzlichen DANK! Es ist immer sehr spannend, Leute auf Reisen kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Man hört unzählige interessante Geschichten und Erlebnisse – Reisen ist wie eine Sucht und man erkennt sich gegenseitig meist sofort 🙂 Eine tolle Sache!
Wir nehmen also ein weiteres Auto in Empfang, wobei wir zuerst über ein Upgrade informiert werden (toll!), dann aber ein indigoblaues, recht klobiges Auto mit einem grossen „T“ indischen Ursprungs vorfinden und fragen, ob es denn keinen Golf übrig hätte…
Wir steigen in den grossen TATA ein und fahren nördlich, in ein Gebiet das sich „Klein Drakensberg Escarpment“ nennt. Lonely Planet verspricht tolle Wanderungen, riesige Wasserfälle und angenehmes Klima. Unser Ziel, Graskop, liegt am Fuss einer langen Schlucht, dem Blyde River Canyon, und ist friedlich in der Natur gelegen. Wir fahren noch ein Stück dem Canyon entlang und bestaunen unter anderem die ca. 70 m hohen „Mac-Mac Fälle“.

Mac mac falls

Blyde River Canyon Panorama Route: Mac Mac Falls


Unsere Unterkunft mit super Aussicht aufs Tal ist einfach aber angenehm und vermietet „Mountain-Bikes“, die wir uns für den nächsten Tag reservieren. Wir erhalten eine eher schlecht als recht gezeichnete Karte für die vorgenommene Tour zu Wasserfällen und durch den Wald und brechen am nächsten Morgen um 8 Uhr bei Sonnenschein auf. Bereits bei den ersten Metern vermiss ich Bike + Ausrüstung zu Hause und bereue für einen kurzen Moment lang, es je gekauft zu haben. Denn hätt ich keinen Vergleich gehabt, so wär es auch nicht so schlimm gewesen. Wir fahren so gut es geht den korrekten Weg entlang (die Markierung war diesmal als grüner Pfeil am Boden aufgezeichnet, was auf Naturstrassen nicht immer so gut zu sehen ist) und fahren hoch und runter und hoch und runter. Für die Strapazen und das schmerzende Hinterteil werden wir aber zum Glück belohnt, als wir zu den Forrest Falls kommen: atemberaubend schön idyllisch in der Natur, kristallklares Wasser – wir können uns kaum satt sehen und vergessen Schweiss und Anstrengung sofort.
Forrest Falls

Forrest Falls bei Graskop, Anreise per Velo


Wir erfahren im zweiten Teil der Route, dass fahren über Stock und Stein bei noch so schönen „Singelis“ ohne Federung keinen Spass macht und kehren verschwitzt aber glücklich zurück – Sport tut halt schon gut!
Ursprünglich wollten wir am Nachmittag auf eine kleine Wanderung gehen, die aufkommenden Wolken und Blitze am Himmel machen uns aber einen Strich durch die Rechnung. Wir fahren stattdessen zu ein paar weiteren Sehenswürdigkeiten wie „God’s Window“, einem schönen Aussichtsplatz. Doch vermutlich kann selbst Gott heute aufgrund der dichten Wolkennicht viel sehen – wir haben ihn jedenfalls nicht entdecken können.
Gods Window

God's Window auf der Panorama Route des Blyde River Canyons


Wir verlassen am nächsten Tag die Provinz Mpumalanga und ziehen Richtung östliche Küste, wo sich auch Durban, die drittgrösste Stadt Südafrikas befindet. Diese Provinz nennt sich Kwazulu-Natal und wie es der Name schon irgendwie andeutet, stammen die Zulus aus diesem Gebiet. Diese geschichtsträchtige Provinz bietet dem Reisenden sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten, vom Meer über Nationalparks mit Tieren und Gebirgen bis zu den Zulus und deren Kultur, die heute noch immer mehr oder weniger traditionell hier leben.
Wir fahren also die weite Strecke bis an die Küste. Vielleicht hängt es mit der Fussball WM zusammen, vielleicht sind die Leute einfach nur tüchtig und wollen etwas zu tun haben, aber die Strecke war voller Baustellen. Nun ist es in Südafrika in der Regel so, dass eine Baustelle mind. 1 km lang ist und eine der beiden Spuren der zweispurigen Strasse komplett einnimmt. Das bedeutet für den Verkehrsteilnehmer lange Wartezeiten, denn die Lastwagen fahren, sobald es nur annähernd den Berg rauf geht, etwa mit 30 km/h… Hat man also Pech, so wartet man 15 min. vor der von Hand betätigten „Schild-Ampel“. Selbst die Ampelverantwortlichen setzen sich nach getaner Arbeit (= Schild um 180 Grad drehen, von Grün auf Rot) gerne hin und schreiben SMS. Soviel zur Geduldsprobe Graskop – St. Lucia.
Unser Ziel ist St. Lucia, ein Ort an der Elephant Coast, welcher bekannt ist für seine Flusspferde und Krokodile. Es ist uns am Anfang nicht ganz klar, ob der Ort selber sich im Nationalpark befindet oder ob er unmittelbar daneben liegt, dies spielt aber keine Rolle, denn die Tiere lassen sich nicht einfach einquartieren. Insbesondere die riesigen und gefährlichen Flusspferde(Hippos), die durchaus auch in den Gärten der Anwohner (und Unterkünfte…) anzutreffen sind. Dies passiert dazu noch in der Nacht, da sie tagsüber nur faul im Wasser rumliegen und grunzen. Wir entschliessen uns, trotzdem, da zu bleiben und finden einen Platz in einem sehr angenehmen Guesthouse (mit tadellos funktionierender Wireless-Internet- Verbindung!), allerdings liegt es recht nahe beim Meer. Wir gehen in der Dunkelheit grundsätzlich nicht raus, insbesondere als man uns noch vom „Hausleoparden“ erzählt, den man immer mal wieder zwischen den Häusern sieht. In der Nacht hören wir verschiedenste Geräusche, schlafen etwas unruhig und wissen am nächsten Tag nicht, ob wir uns was eingebildet haben oder ob es da tatsächlich gegrunzt hat vor unserem Fenster.
Am nächsten Tag besichtigen wir die Hippos, die sich in erschreckender Nähe befinden: keine 10min. zu Fuss liegen sie einfach da im Wasser, mindestens 7 davon, unweit des Ufers. Wir vertrauen den Broschüren, die die Tageslethargie der Tiere versprechen und nähern uns – wie alle andern Besucher – dem Ufer. Es gibt zahlreiche Schilder, die auch vor den Krokodilen warnen… aber wir werden zum Glück aufgeklärt, dass die gefährlichsten Wildtiere auf der Welt nicht die Krokodile sind (es sind die Hippos).
Oktober 2009 073

Grunzend und träge liegen sie da: Hippopotamus


Wir steigen in den TATA ein und fahren in den iSimangaliso Wetland Park, 1999 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und tatsächlich unmittelbar bei St. Lucia beginnend. Der Park bietet lt. Prospekt zwar 7 verschiedene Ökosysteme und 526 Vogelarten, doch da wir kein Handbuch zur Vogelbestimmung im Reisegepäck haben und wie gesagt verwöhnt sind, ist es für uns eher ein gemütlicher „Sonntagsausflug“. Auch die Hoffnung aufs Schnorcheln stirbt aufgrund von Wetter und Wind (nicht etwa aus Angst vor Krokodilen, das ist ja klar!).
Schild II

Wer kommt mit uns schwimmen?


Den nächsten Tag beginnen wir mit der Suche nach einer neuen Unterkunft, denn da wir schon dermassen in Reise- oder Ferientrott sind, haben wir glatt vergessen, um eine Nacht zu verlängern. Wir finden einen Platz und kriegen auch diesmal von den Besitzern die Geschichten über Flusspferde und Leoparden im Garten zu hören, sind aber diesmal bereits abgehärtet und nicken nur lächelnd mit dem Kopf.
In der Umgebung von St. Lucia liegt ein weiterer, recht grosser Nationalpark, das Hluhluwe (ausgesprochen schlu-schlu-wee) iMfolozi Game Reserve. Es handelt sich dabei um den ältesten Nationalpark Afrikas und einer der wenigen, die sämtliche Big 5 beheimatet. Dies können wir leider nicht bestätigen, denn uns zeigten sich anfangs kaum Tiere. Am Nachmittag kommen sie dann langsam aus den Büschen, dennoch gab es keine Wildkatzen zu sehen und die Elefanten nur mit viel Fantasie hinter dichtem Buschwerk… Eine besondere Begegnung hat aber Thomas beim Mittag-Rast machen können: Genüsslich bei seinem Salätli mit Brötli, kommt wie aus dem Nichts plötzlich ein Adler im Sturzflug daher und schmeisst geschickt und treffsicher Salz und Pfeffer scheppern vom Tisch – zisch und vorbei wars, ehe man es überhaupt geschnallt hatte! Wir wechseln sofort an einen anderen, im Adlerschatten gelegenen Tisch und Thomas macht sich an den Rest seines Salats. Dabei bemerkt er, dass es dem Riesenvogel gar nicht um Salz und Pfeffer gegangen ist, sonder viel mehr um sein Brötchen, das spurlos von Teller verschwunden ist!
Rhino

Breitmaulnashorn oder White Rhino im Hluhluwe Game Reserve


Bei unserer weiteren Tour im Park entdecken wir doch noch einige Tiere, darunter zahlreiche Nashörner, Buffalos, Zebras und Giraffen. Wohl am meisten beeindruckt hat uns dabei der clevere und sehr geschickte „Dung-rollende-Käfer“:
Kaefer

Kreislauf der Natur: Abtransport und Weiterverwendung von Nashorn-Exkrement


Am Abend zieht ein starker Wind auf und wir hören wieder allerhand Geräusche draussen, vermeinen auch Grunzen darunter ausmachen zu können. Am nächsten Tag erfahren wir von den Besitzern der Lodge, dass die Hippos tasächlich im Dorf Besuche abgestattet hätten!

An dieser Stelle gibt es aus technischen Gründen einen kleinen Unterbruch; wir haben bemerkt, dass es sich einfacher auf unseren Blog laden lässt, wenn die Dokumente etwas kürzer sind… Zeit für ein Käffeli, bis gleich!